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Klebstoffe in der Oper: Inszenierungen nur mit Klebstoffen

Besonders gefragt im Kunstgewerbe: Kontaktklebstoffe zur Verbindung von Stoffen mit Gummi. Foto:Dülberg/Brendel

Oper und Ballett faszinieren Zuhörer und Zuschauer. Für einige Momente tauchen sie in eine andere Welt ein. Nur mit Klebstoffen sind die Aufführungen möglich. Vom Bühnenboden über die Kulisse bis zum Kostüm kommen sie in den unterschiedlichsten Varianten zum Einsatz – auch an der Deutschen Oper am Rhein. Ein Blick hinter die Kulissen.

Bühnenbilder, Kulissen und Kostüme – ohne Klebstoffe? Für Plastiker*innen, Schreiner*innen und Kostümbildner*innen an der Deutschen Oper am Rhein undenkbar. Denn jede(r) von ihnen nutzt Klebstoffe bei seiner täglichen Arbeit. Das Ziel: gemeinsam eine unverwechselbare Inszenierung auf die Bühne bringen.
Plastiker*innen erschaffen hierzu verschiedenste Requisiten und Großplastiken wie beispielsweise filigran gearbeitete Köpfe, Bäume mit Rindenstruktur oder auch bis zu acht Meter hohe Berge. Diese werden aus mehreren Styroporteilen, die mit Polyurethan-Montageschaum zusammengeklebt werden, gebaut und anschließend mit Molton – einem Gewebe aus Baumwolle – und Holzleimen kaschiert. Die Kombination des Stoffs mit dem Klebstoff ist dabei so robust und stabil, dass die Künstler problemlos auf den Felsen stehen und laufen können. 

Für das Kunstgewerbe haben Klebstoffe eine ebenso essentielle Bedeutung. Hier werden Schmucksteinchen oder Borten in präziser, stundenlanger Handarbeit auf die geschneiderten Kostüme mit speziellen Textilklebstoffen wie zum Beispiel Schmelzklebstoffen oder Dispersionsklebstoffen angebracht. Aber auch Gummiapplikationen sind auf Handschuhe, Schuhe und andere Kostümteile mit Hilfe von Kontaktklebstoffen geklebt. Die Herausforderung an den stabilen und zugleich elastischen Klebstoff: den ständigen Bewegungen der Künstler auf der Bühne und den Reinigungen nach der Vorstellung standhalten. 

Ein weiterer Bereich der Opernwerkstätten, der ohne Klebstoffe seine Arbeit nicht verrichten könnte: die Schreinerei. Hier werden jährlich zwischen 300 bis 400 Kilogramm Klebstoffe verarbeitet. Je nach Einsatzgebiet kommen dabei Holzleime auf Polyvinylacetat-basis (PVAC) oder Polyurethan Klebstoffe zum Einsatz. Muss beispielsweise unbehandeltes Sperrholz auf eine lackierte Holzoberfläche geklebt werden, ist ein schnell abbindender PVAC-Dispersionsleim mit hoher Lackhaftung gefordert. Dieser wird auf die lackierte Oberfläche aufgetragen und härtet transparent aus, sodass innerhalb der Fugen keine unschönen Rückstände zu sehen sind. 

Vereint auf der Bühne ergeben alle in mühevoller Arbeit geschaffenen Teile der unterschiedlichen Werkstätten in Kombination mit den Darstellern ein Gesamtbild, das den Opernbesuchern einen unvergesslichen Abend vermittelt.

 

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Am Wehrhahn 18
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