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In einem Artikel der Fachpresse hat der Arbeitskreis Sachverständige im Bundesverband Estrich und Belag (BEB) seine negative Meinung zu Sicherheit und Nützlichkeit der KRL-Methode sehr pointiert zum Ausdruck gebracht. Der Beitrag offenbart, dass bei den AK-Mitgliedern offensichtlich noch generelle physikalische und spezifische Missverständnisse zur KRL-Methode vorliegen. Der TKB-Arbeitskreis Feuchte unter der Leitung von Herrn Dr. Brokamp, wird dies aufgreifen und hier Aufklärung und Erläuterungen liefern[1].

Die TKB und mit ihr auch andere Branchenfachleute beurteilen die KRL-Methode ganz anders als der AK Sachverständige im BEB. Der Grund dafür ist, dass sich einige Fachleute schon immer mit dem Zusammenhang von relativer Luftfeuchte und Materialfeuchte auseinandersetzen mussten und wir in der TKB an solche Fragestellungen sehr „technisch“ herangehen, Fakten zählen! Seit ca. 10 Jahren befasst sich die TKB intensiv mit dem Thema „Untergrundfeuchte“ und daher auch mit der Luftfeuchte-Messung als Mittel zur Bestimmung des Feuchtezustands von Estrichen. Auch um die Neutralität der Ergebnisse zu gewährleisten wurden dabei im großen Umfang universitäre Forschungsinstitute mit Aufgaben betreut, diese haben auch unabhängig von der TKB ihre Ergebnisse vorgetragen und publiziert. Dabei war es der TKB immer ein Anliegen, andere Branchenteilnehmer über den Fortschritt dieser Arbeiten zu informieren. Durch ein hohes Maß an Transparenz sollte gewährleistet sein, dass jeder Interessierte den Fortgang der Arbeit verfolgen und sich jederzeit - auch durchaus kritisch - einbringen konnte. Wir geben gerne zu, dass dies für einzelne Personen durchaus eine Herausforderung ist; nicht jeder findet physikalische Chemie interessant. Für die TKB ist aber wichtig, dass wir als Ergebnis unserer Arbeit heute fünf TKB-Berichte und ein TKB-Merkblatt zur KRL-Methode der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt haben. Damit haben wir – mit erheblichen Kosten - das Wissen der Branche um die Themen „Feuchte“ und „Feuchtemessung“ massiv erweitert.

Der Nutzen der KRL-Methode zielt vor Allem auf den Boden- und Parkettleger, ihm steht jetzt ein neues Mittel zur Beurteilung von Untergründen zur Verfügung. Dass einige Branchenteilnehmer dieser Methode kritisch gegenüberstehen, überrascht nicht und die TKB hat bei jeder Gelegenheit zum Ausdruck gebracht, dass sie in solchen Fällen die Diskussion nicht scheut und immer den Austausch in der Sache anstrebt. Beispielsweise sind auch die im Artikel genannten Grenzwerte das Ergebnis einer solchen Diskussion mit dem bodenlegenden Handwerk und im Ergebnis daher sehr konservativ und sicher, dies wurde von allen Beteiligten auch so kommuniziert. Andere Branchenteilnehmer mögen die Grenzwerte aus ihrer Perspektive durchaus als zu „viel zu sicher“ charakterisieren und sich benachteiligt fühlen. Dessen sind wir uns sehr wohl bewusst und können nur noch einmal darauf hinweisen, wie wichtig die Diskussion mit allen Beteiligten ist.

Ausgehend von dem vorliegenden Artikel finden wir als TKB es einerseits bedauerlich, dass Kontroversen zu Sachthemen über Pressemitteilungen verlaufen, auf der anderen Seite, werten wir dies auch als Signal, dass Sorge besteht, hier könnte etwas in eine unerwünschte Richtung laufen. Auch in Zukunft wird unser Bestreben sein, alle Branchenteilnehmer und insbesondere auch die, die der KRL-Methode kritisch gegenüberstehen, mit ihren Beiträgen abzuholen. Lernen und davon profitieren können beide Seiten - und dies letztlich zum Vorteil des bodenlegenden Handwerks.
Auch für die Zukunft zielen wir weiterhin auf einen konstruktiven Meinungs- und Erkenntnisaustausch mit allen Branchenteilnehmern. Die dafür notwendigen Mittel stehen uns mit den diversen Fachtagungen und Arbeitskreissitzungen schon heute zur Verfügung - ganz abgesehen von dem jederzeit möglichen persönlichen Kontakt. Nun gilt es, diese Chancen auch zu nutzen.

 

Düsseldorf, 15.11.2018

Dr. Norbert Arnold - Vorsitzender der Technischen Kommission Bauklebstoffe (TKB) im Industrieverband Klebstoffe e. V.



[1]
Die Veröffentlichung wird in der Fachpresse erfolgen, zusätzlich wird der Text auch auf der IVK Homepage in der Rubrik „Die TKB informiert“ zu finden sein. Link: https://www.klebstoffe.com/die-welt-des-klebens/informationen/publikationen/merkblaetter/bauklebstoffe-verlegewerkstoffe/die-tkb-informiert.html


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