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Kleben fürs Leben

Trend: Neue Häuslichkeit

Homing-Effekt

Foto: IVK

Trotz Wirtschaftskrise steigt die Nachfrage bei Produkten, die das Leben im eigenen Zuhause bereichern. Der Homing-Effekt treibt die Konsumneigung der Deutschen an. Das sorgt auch bei der Klebstoffindustrie für Freude, denn die profitiert in einigen Nischenanwendungen von der gegenwärtigen Entwicklung.

Homing ist zurzeit in aller Munde. Der neue Trend ist Lifestyle und Wohnkultur zugleich. Im Mittelpunkt steht das eigene Zuhause. Das hat sich für viele in den vergangenen Jahren zum Zentrum des sozialen Lebens entwickelt. Hier beschäftigen sich die Menschen mit dem, was ihnen wirklich wichtig ist – Familie, Freunde, Hobbies.

Während die Gastronomie klagt, jubeln andere. Denn was „auswärts“ gespart wird, investieren „Homer“ in solche Produkte, die den Wohlfühlfaktor steigern: Im September 2009 stieg der GfK-Index (Anschaffungsneigung der Deutschen) von 3,4 auf 3,7 Punkte. Das ist der höchste Stand seit einem Jahr – und hiervon profitiert auch die Klebstoffindustrie.
Denn in nahezu allen Wirtschaftsbereichen, die auch in der Krise Umsatzzuwächse verzeichnen, hat sie ihren Anteil:
Hersteller von Fernsehern, Haushaltswaren und Fertiggerichten erzielen Gewinne und verlassen sich bei der Produktion auf die Eigenschaften innovativer Klebstoffe.
Das veranschaulicht eine alltägliche Situation in deutschen Wohnzimmern:
Anstatt ins Kino zu gehen, verabreden sich Filmfans in bester „Homing-Manier“ einmal im Monat reihum bei sich zuhause, um ihre Lieblingsfilme oder Neuerscheinungen auf DVD anzusehen. Dabei erhöht sich die Bereitschaft der „Homer“, teure Produkte zu kaufen: LCD-Flachbildfernseher, Heimkinoanlage, DVD-Player sind auf den neuesten Stand der Technik.
Vor dem Filmstart knurrt der Magen: Zum Abendessen geht’s nicht ins schicke Restaurant, sondern aufs Sofa – wie GfK-Marktforscher herausfanden, greifen die Deutschen dabei zunehmend auf Fertiggerichte aus der Tiefkühltruhe zurück, z. B Lasagne.

Was diese Szene mit Klebstoffen zu tun hat?
Sie wird buchstäblich von ihnen zusammengehalten, wie ein Blick ins Detail verrät:
Der Umsatzzuwachs im Bereich der Tiefkühlkost hat beispielsweise auch auf die Sparte der Verpackungsklebstoffe einen positiven Effekt. Und das Einsatzgebiet ist gerade hier besonders vielfältig.
Bei der Kartonage sorgen Laminierfilme aus Dispersionklebstoff für Stabilität und Wasserdichtigkeit, bei Folienverpackungen aromadichte Kaschierklebstoffe dafür, dass der Geschmack frisch und die Nährstoffe im Produkt erhalten bleiben. Gleichzeitig halten Klebstoffe großen Temperaturschwankungen stand – denn nach der Aufbewahrung in der Tiefkühltruhe müssen die Klebstoffe auch den hohen Temperaturen im Backofen trotzen, bevor die Lasagne ihren Weg auf den Esstisch finden. Zusätzlich sind bei der Herstellung die Vorgaben des Lebensmittelgesetzes zu berücksichtigen – so dürfen beispielsweise keine schädlichen Weichmacher verwendet werden.
Schon die Wahl des Produkts im Supermarkt fiele ohne Klebstoffeinsatz ungemein schwer: Erst durch das Zusammenkleben der Verpackungskartonage und hochwertigem Druckpapier erhält das Produkt überhaupt eine Identität und kann sich so von anderen unterscheiden.
Eine ähnlich große Rolle spielen Klebstoffe beim technischen Mittelpunkt des Heimkinoabends – dem Heimkinosystem:
Hier sind verschiedene Spezialklebstoffe im Einsatz, die maßgeblich am Trend zur Miniaturisierung von Unterhaltungselektronik beteiligt sind. Um die kleinen und leichten Fertigungskomponenten möglich zu machen, ersetzen die Klebstoffe mechanische Verbindungen wie Schrauben und Lötstellen. Darüber hinaus übernehmen sie auch noch wichtige Aufgaben im Bereich der immer komplexeren Elektronik. Elektrisch leitfähige Klebstofffilme auf der Basis von Epoxid-Harz, Silikon oder Polyurethan stellen beispielsweise elektrische Verbindungen her. Lichtmanagement Klebebänder befestigen das LCD-Display am Hintergrund des Fernsehers. Zusätzlich steigern sie die Helligkeit, sorgen für starke Lichtkanten und absorbieren Lichteinstrahlungen von außen. Damit tragen sie maßgeblich zur Qualität des Bildes und damit zum Filmvergnügen bei.
Selbst die DVD wird mit Klebstoff zusammengehalten – im wahrsten Sinne des Wortes – denn sie wird im Sandwichverfahren aus zwei verschiedenen Komponenten zusammengefügt. Die verwendeten Schmelzklebstoffe sind nicht nur hitzebeständig und widerstandsfähig, sondern auch noch unauffällig beim Abtasten der Daten.
Übrigens gilt auch im Leben derjenigen, die lieber in Ruhe ein gutes Buch lesen als einen Film zu schauen, das Motto: Klebstoffe machen’s möglich. Die Buchbranche, die in diesem Jahr ebenfalls ein Plus zu verzeichnen hat, könnte ohne die Hilfe von Buchbindeklebstoffen nicht existieren. Ob spannender Krimi oder romantischer Liebesroman – beide werden von Klebstoffen zusammengehalten.

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Kontakt:
Presseteam Industrieverband Klebstoffe e. V.,
c/o Dülberg & Brendel GmbH,
Am Wehrhahn 18, 40211 Düsseldorf,
Telefon 0211.640080, Telefax 0211.6400823,
E-Mail ivk@duelberg.com