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Deutsche Klebstoffhersteller behaupten globalen Spitzenplatz

Dr. Boris Tasche, Vorstandsvorsitzender des IVK. Foto: © Industrieverband Klebstoffe e. V.
Ansgar van Halteren, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des IVK. Foto: © Industrieverband Klebstoffe e. V.

September 2015 – Die deutsche Klebstoffindustrie setzt ihren Wachstumskurs fort: 2014 erzielte die Branche im Inland über alle Klebstoffsysteme – das heißt Klebstoffe, Dichtstoffe, zementäre Baustoffe und Klebebänder – ein nominales Umsatzplus von 2,8 Prozent auf 3,63 Milliarden Euro. Die innovativen Technologien sowie Wechselkurseffekte begünstigen darüber hinaus das Exportgeschäft: Der Umsatz stieg um 9 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro. Dank eines weiterhin soliden Exportgeschäftes erwartet Dr. Boris Tasche, Vorstandsvorsitzender des Industrieverbandes Klebstoffe e. V. (IVK), für das laufende Jahr ein nominales Umsatzwachstum von bis zu 2,2 Prozent.

 

Die Ergebnisse zur aktuellen Wirtschaftslage der deutschen Klebstoffindustrie spiegeln die starke Position der nationalen Hersteller im globalen Vergleich wider. Mit einem Marktanteil von 18 Prozent ist die Branche weiterhin klarer Weltmarktführer: Werden neben dem Inlandsumsatz von 1,8 Mrd. Euro und dem Exportumsatz von 1,55 Mrd. Euro auch die 7,9 Mrd. Euro Umsatz ausländischer Tochter-Unternehmen der deutschen Klebstoffindustrie hinzugerechnet, lässt sich ein globaler Umsatzwert von über 11 Milliarden Euro konstatieren. Wichtigste Handelspartner sind Frankreich, Niederlande und China.

 

„Zurückzuführen ist diese starke, globale Marktposition auf die hohe Produktqualität, Technologieführerschaft und Innovationskraft der nationalen Klebstoffhersteller“, sagt Dr. Boris Tasche. „Aber auch der schwache Euro, die stabilen Rohstoffpreise sowie die wieder positive Entwicklung der südeuropäischen Länder insbesondere im Bausegment haben den 126 Mitgliedsunternehmen des IVK bei ihren Auslandsaktivitäten positiv in die Karten gespielt“, so Tasche weiter.

 

Mit der derzeitigen Konjunkturlage zeigen sich die Unternehmen weitgehend zufrieden. Eine vom IVK im Frühsommer aktuell durchgeführte repräsentative Umfrage zeichnet ein insgesamt positives Gesamtbild. Sowohl die Beurteilung der gegenwärtigen Entwicklung – im Hinblick auf Aspekte wie Markt- und Geschäftslage, Preisentwicklung, Umsatz etc. – als auch der Blick in die Zukunft fallen optimistisch aus: Die Branche erwartet für 2015 insgesamt ein nominales Umsatzplus von bis zu 2,2 Prozent. 

 

Bau- und Holzgewerbe nach wie vor Wachstumstreiber

Besonders deutlich zeigt sich die gute Marktentwicklung in den Schlüsselmarktsegmenten Baugewerbe und holzverarbeitende Industrie. Sowohl der Absatz als auch der Umsatz konnten im Vergleich zum Vorjahr in beiden Sektoren signifikant gesteigert werden. Die Umsätze bei den Bauklebstoffen stiegen um 4,7 Prozent und um 5,8 Prozent im Bereich Holz und Möbelklebstoffe.

Als Grund dafür sieht Dr. Tasche die nach wie vor überdurchschnittlich stark ausgeprägte Investitionsneigung im Bereich Immobilien und deren Modernisierung.

Hinzu kommen anhaltend positive Entwicklungen im Schlüsselmarktsegment Fahrzeugbau – dazu gehören u.a. PKW, LKW sowie Schienenfahrzeuge. Mit einem Umsatzplus von 4,1 Prozent in 2014 und weiteren zu erwartenden 3,1 Prozent in 2015 macht die Branche über 18 Prozent des Gesamtverbrauchs der deutschen Klebstoffindustrie aus. Dominierend sind hier die Themen Leichtbau sowie Multi-Material-Design. Um Gewichteinsparung, Designoptimierung oder Lärmreduzierung zu realisieren, setzen Unternehmen auf die Schlüsseltechnologie Kleben. Denn nur das Kleben ermöglicht eine sichere und dauerhafte Verbindung von Faserverbundwerkstoffen und Multi-Material-Konstruktionen, die für Leichtbauweisen erforderlich sind.

 

Leichter Rückgang der Produktionsmenge

Die Produktionsstatistik 2014 zeigt einen leichten Rückgang der Produktionsmenge im Vergleich zum Vorjahr (minus 5 Prozent). 

Ein Grund für den Rückgang der Produktionsmenge von Klebstoffen in Deutschland liegt in der Verlagerung eines Teils der Dispersionskapazitäten ins benachbarte Ausland – im Unterschied zu 2010 (61 Prozent) liegt der Anteil an Dispersionsklebstoffen in 2014 bei 52 Prozent. Ein Großteil davon wir in Deutschland auch verbraucht. Insofern hat die deutsche Klebstoffindustrie ihre gesteckten Ziele erreicht.

Wachstumsprognose für 2015

Das positive Wachstum, insbesondere im vierten Quartal 2014, schuf eine gute Ausgangslage für die Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs im Jahr 2015. Bestätigt wird dies einerseits durch die Schätzungen des BIP-Wachstums – Wirtschaftsexperten rechnen mit einem Wachstum von 0,5 bis 0,6 Prozent – und andererseits durch die aktuelle Entwicklung des deutschen Außenhandels. Bestes Beispiel: Im März diesen Jahres hat die deutsche Wirtschaft Waren im Wert von 107,5 Milliarden Euro exportiert – so viel wie noch nie zuvor. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht dies einer Steigerung von nominal 12,4 Prozent. Im weiteren Verlauf 2015 dürften die Exporte leicht zulegen. Die Situation bleibt allerdings volatil, auch bedingt durch die jüngsten Entwicklungen in China und Brasilien.

Einen soliden Ausblick auf das laufende Jahr verspricht ebenso der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft. Dieser ist zum sechsten Mal gestiegen.

„Den Ausblick für 2015 muss man differenziert betrachten. Stabiler Treiber bleibt der Export mit einem zusätzlichen Einfluss der positiven Währungseffekte auf das nominale Wachstum, während der Inlandsabsatz nach den erfreulichen Zuwächsen des vergangenen Jahres weiter auf hohem Niveau liegt. In Summe liegt ein nominales Wachstum der Klebstoffumsätze im Jahr 2015 von bis zu 2,2 Prozent im Bereich des Möglichen“, prognostiziert Dr. Tasche.

 

 

 

Über den Industrieverband Klebstoffe e. V. (IVK):

Der Industrieverband Klebstoffe e. V. mit Sitz in Düsseldorf vertritt die technischen und wirtschaftspolitischen Interessen der deutschen Klebstoffindustrie.

Der IVK ist – auch im globalen Wettbewerbsumfeld – der weltweit größte und im Hinblick auf das für seine Mitglieder angebotene Serviceportfolio ebenfalls der weltweit führende Verband im Bereich Klebtechnik. 

Technische Fragestellungen sowie Umwelt-, Verbraucher- und Arbeitsschutz besitzen einen hohen Stellenwert in der Klebstoffindustrie. Dies dokumentiert der Verband gegenüber der Öffentlichkeit, Behörden, Verbrauchern und wissenschaftlichen Institutionen. Der Industrieverband Klebstoffe e. V. vertritt die Branche nicht nur nach außen, sondern ist auch innerhalb der Mitgliedsunternehmen aktiv, etwa um Produktnormen, Qualitäts- und Umweltstandards oder auch Arbeitssicherheitsrichtlinien zu beschließen und umzusetzen.

Dem Verband gehören aktuell 126 Klebstoff-, Dichtstoff-, Klebrohstoff- und Klebebandhersteller sowie Systempartner und wissenschaftliche Einrichtungen an. Insgesamt beschäftigt die deutsche Klebstoffindustrie circa 13.250 Mitarbeiter/-innen.

 

 

Dr. Boris Tasche:

Dr. Boris Tasche (56) ist Vorstandsvorsitzender des Industrieverband Klebstoffe e. V. Er ist bei Henkel als Corporate Vice President im Unternehmensbereich Klebstoffe tätig und für den Bereich Transaction Services verantwortlich.

 

 

Ansgar van Halteren:

 

Ansgar van Halteren ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Industrieverband Klebstoffe e. V. Seit 1992 zeichnet der 58-jährige Diplom-Kaufmann für den IVK verantwortlich.

 

Weitere Informationen: www.klebstoffe.com

 

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Kontakt:

Presseteam Industrieverband Klebstoffe e. V.,

c/o Dülberg & Brendel GmbH,

Am Wehrhahn 18, 40211 Düsseldorf,

Telefon 0211.640080, Telefax 0211.6400823,

E-Mail hallo@duelberg.com

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