Geringeres Wachstum als erwartet
Gestiegene Rohstoffkosten belasten die deutsche Klebstoffindustrie. Daher erwartet der Industrieverband Klebstoffe e.V. (IVK) für 2008 nur ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 1,5 Prozent (Vorjahr: 3,5 Prozent). Der Gesamtumsatz der Branche im Inland (Klebstoffe, Dichtstoffe, Klebebänder und zementäre Bauklebstoffe) wird sich auf ca. 3,0 Mrd. Euro belaufen.
„Nach einem guten 1. Quartal verlangsamen sich die Geschäfte in den für die Klebstoffindustrie signifikanten Bereichen Bau, Auto und privater Konsum bei gleichzeitig steigenden Rohstoffkosten“, erklärt Dr. Ralf Schelbach (49), Vorsitzender des IVK. Zudem würden die steigenden Energiekosten die Ergebnisse der primär klein- und mittelständisch strukturierten Klebstoffindustrie belasten.
Neben der kontinuierlichen Verbesserung des Leistungsangebotes für bestehende Einsatzgebiete sei deshalb vor allem die Erschließung neuer Anwendungsfelder von wesentlicher Bedeutung. Als Beispiel nannte Dr. Schelbach erneuerbare Energien wie Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen.
Das Exportvolumen betrug 2007 954 Mio. Euro, eine Steigerung von 9% gegenüber 2006. Der Gesamtbranchenumsatz wird sich 2008 auf ca. 3,0 Mrd. Euro belaufen (davon entfallen auf Klebstoffe 49%, Dichtstoffe 16%, Klebebänder 24% und zementäre Bauklebstoffe 11%). Die Klebstoffproduktion konnte in 2007 um 9% auf 798.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Durch den Einsatz von Kleb- und Dichtstoffsystemen in nahezu allen Industriezweigen wird ein Wertschöpfungspotenzial von deutlich über 330 Mrd. Euro generiert.
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